Besichtigung des Konzentrationslagers in Flossenbürg

Am Dienstag, den 06.11.2012 fuhren wir gemeinsam mit der 10A und der 10B nach Flossenbürg, um dort das Konzentrationslager (KZ) zu be­sichtigen. Am Anfang wussten wir alle nicht wirklich, was uns erwarten würde. Die Führung begann auf dem Vorplatz, auf dem wir uns gemein­sam mit der Frau, die uns durch das KZ führen sollte, trafen. Wir waren nun schon sehr ge­spannt, was alles auf uns zukommen würde. Die Bau­werke, die noch standen wirkten bedrohlich und angsteinflößend auf uns, da wir auch erfuhren, was dort mit den Menschen passiert ist und was die SS-Män­ner und die Kapos dort gemacht haben. Die Führung be­gann im Freien und die Frau, die uns durch das KZ führte, fing damit an uns zu erzäh­len, wie das KZ überhaupt entstanden ist. Danach ging es in das Wasch­haus, in dem einige Bilder mit Berichten über einige Häft­linge und Dinge aus ihrem Leben ausgestellt waren. Dort konnten wir viel über die Leu­te, die hier eingesperrt waren erfahren, außerdem er­zählte uns unsere Gruppenleiterin auch einiges darüber. Zum Beispiel, wie es damals dort zugegangen ist. Dass jeder der Gefangenen ein Symbol auf seiner Klei­dung tragen musste, und dass jeder dort eine an­dere Nummer hatte. Ebenfalls berichtete sie uns, in welchen men­schenunwürdigen Verhältnis­sen die Eingesperrten leben mussten, unter welchen Qualen sie gelitten haben und dass auch sehr viele deshalb ge­storben sind. Nachdem wir das Waschhaus besichtigt hatten, gingen wir ins Kremato­rium. Auf dem Weg dorthin konnten wir den riesigen Zaun sehen, der einmal das ganze KZ umschlossen hat. Wir alle waren ziem­lich darüber schockiert, dass die Menschen damals keine Rechte hatten und, dass was für uns ganz normal ist, für sie purer Luxus gewesen wäre. Nach einer gut zweieinhalbstündigen Führung durch das KZ Flos­senbürg, welches ein reines Männerlager war, war man über die damali­ge Zeit sehr gut informiert, jedoch war es für uns unvorstellbar, dass Men­schen wirklich einmal so schlecht, unmenschlich und grausam be­handelt wurden. Ebenfalls konnten wir uns nicht vorstellen, warum die Männer der SS damals so gehandelt haben und was in ihren Köpfen vor­gegangen sein muss, um solche schrecklichen Taten zu vollbringen.
Unsere Klasse und wir fanden diese Führung auf jeden Fall sehr infor­mativ und aufschlussreich, denn es ist etwas ganz anderes, so etwas einmal wirklich gesehen und dort so eine Führung gemacht zu haben, als dies bloß aus dem Unterricht zu erfahren.
Alina Stadelmaier und Ramona Bäumler