Geschichte erleben

Barock an der WHR

Geschichte einmal anders – von Schülern erarbeitet und präsentiert. Die Schüler der Klasse 8 a und 8 e haben sich über mehrere Schulstunden hinweg intensiv mit dem Thema Barock beschäftigt.

Der Begriff Barock hat seinen Ursprung in Portugal. Damit wurde eine schiefrunde, unregelmäßige Perle bezeichnet. In der italienischen Sprache bedeutete das Wort „verworren, unklar, überladen“. Seit dem 19. Jahrhundert wird mit dem Begriff Barock eine Kunst- und Kulturepoche bezeichnet, die man von etwa 1600 bis 1720 datiert.

Die Kunst des Geschichtsunterrichts besteht darin, die Vergangenheit anschaulich darzustellen, sodass die Schüler interessiert dem Geschehenen folgen. Diese Aufgabe übernahmen diesmal die Heranwachsenden selbst, indem sie Vergangenes wieder aufleben ließen. Die beiden Klassen wurden in jeweils sechs Gruppen eingeteilt und haben sich mit verschiedenen Bereichen zum Thema Barock beschäftigt:

Bauwerke als Symbole der Macht – Barock und Rokoko – barocke Parkanlagen – Mode zur Zeit des Barock – Barock in Bayern – Barockbaumeister und Stadtanlagen.

Den Schülern ist es gelungen, den trockenen Geschichtsstoff anschaulich und lebendig zu präsentieren. Es wurde recherchiert, gebaut, gezeichnet und geklebt. Dabei sind einige Schüler über sich hinausgewachsen und konnten ihre verborgenen Talente als Historiker zeigen. Mit Hilfe von Legosteinen und Eierschachteln entstanden architektonische Meisterwerke, unter anderem eine Kirche, ein Umriss der Würzburger Residenz und eine Stadtanlage. Der Kreativität wurden keine Grenzen gesetzt, selbst gedrehte Käsestangen aus dem Supermarkt wurden zu barocken Säulen umfunktioniert. Eine kleine Modenschau brachte den Mitschülern den barocken Modegeschmack ein wenig näher, wenngleich dieser Stil bei H&M eher ein Ladenhüter wäre.

Ein Leitspruch der Pädagogik lautet: mit Kopf, Herz und Hand lernen – dieses Prinzip haben die Schüler der Klasse 8 a und 8 e voll und ganz erfüllt. Somit haben sie gezeigt, dass Geschichte auch Spaß machen kann.

Anja Radlinger-Babl