Musik pur an Walter-Höllerer-Realschule

Musische Abende bieten pralles Programm mit Rock, Tanz und Kunst

 

Sie waren sicher die Höhepunkte dieses Schuljahres an der Walter-Höllerer-Realschule Sulzbach-Rosenberg, die beiden musischen Abende, die am Dienstag und Mittwoch letzter Woche die Aula der Schule zum Brodeln brachten.

Die Schule hatte in weiser Voraussicht schon zwei Aufführungsabende geplant – und daran war gut getan, wie der rege Zuspruch der Schüler, Eltern, Verwandten, Ehemaligen, überhaupt der ganzen Schulfamilie zeigte. Aula und Galerie waren „proppevoll“, im ganzen Schulhaus wimmelte es von Aktiven, waren doch nicht nur unzählige musisch-kreative Geister am Werke, sondern auch diejenigen, die sich um das leibliche Wohl kümmerten, allen voran die Schülerfirma „WHcorporation“ in passender Servicekleidung an Bar und Kaltem Büffet.

 

So konnte Realschulrektor Eduard Hanauer nach der schmissigen Eröffnung durch die Bläsergruppe neben den über 150 musisch mitwirkenden Schülern (äußerst beachtlich, bei einer Schülerzahl von 726!) auch zahlreiche Gäste begrüßen, allen voran Bürgermeister Gerd Geismann als Leiter des Schulstandortes sowie den Elternbeirat und den Fördererverband, der nicht unwesentlich durch die großzügige finanzielle Unterstützung der drei Probentage in Altegloffsheim sowie den Ausbau der Musikanlage zum Gelingen des Abends beigetragen hatte. 

 

Zu den Vorbereitungen hatte heuer sogar ein richtiggehendes „Casting“ gehört, so groß war der Zuspruch der Schüler mit verschiedensten Begabungen, die sie beim inzwischen schon fast zur Tradition gewordenen Musischen Abend „im neuen Gewand“ vorführen wollten. Die Leitung lag in den Händen der Musiklehrer Christian Joos und Stephan Beierl, die dabei auch von den Sportlehrkräften Doris Braun und Gertrud Kohl, die die choreographischen Umsetzungen begleitet hatten, unterstützt wurden.

 

Besondere Erwähnung verdienen aber auch die zwei Wahlfachgruppen Kunst (Anfänger und Fortgeschrittene) unter der Leitung von Evi Steiner-Böhm, deren Eröffnung zweier Bildergalerien mit Landschaften und Portraits in Acryl sowie einer Graffiti-Wand die Veranstaltung künstlerisch bereicherten; ebenso die Schüler, die unter Leitung von Mira Benesic die Aula und Galerie mit fantastischer Deko in einen funkelnden Konzertsaal mit angrenzender Bar verwandelt hatten.

 

Schon ein Blick in das von der Schülerfirma gestaltete Programmheft zeigte, dass bemerkenswert viel eigenes musikalisches Engagement auf Seiten der Schüler zu erwarten war. Allein die Ankündigung zweier Eigenkompositionen ließ aufhorchen und viele Schüler hatten sich extra für diesen Anlass in den verschiedensten Gruppierungen zusammengefunden, sei es in Klassenbands, kleineren Schülerbands, die der „großen Schulband“ durchaus das Wasser reichen konnten, als Duo zusammen mit Lehrern oder Mitschülern, als Tanzgruppen, als rhythmisch begleitete Geschichtenerzähler, als virtuose spanische Flamenco-Combo, als „Boom-Whackers“ oder sogar als komödiantische Sportparodisten. Die Vielfalt hatte (fast) keine  Grenzen – und das war auch die eigentliche Besonderheit des diesjährigen Musischen Abends: die enorme Bandbreite und Unterschiedlichkeit der Darbietungen in Form, Musikrichtung, Gestaltung, Kleidung und Kostümierung. So kann auch gar nicht auf alle Darbietungen einzeln eingegangen werden, es seien nur noch einmal ein paar Höhepunkte erwähnt.

 

Dazu gehört auf alle Fälle die Bläsergruppe mit vielen neuen Mitgliedern aus den 5. Klassen, die sich während der Probentage hörbar gefestigt hatte und inzwischen auch schwierige Rhythmen souverän meistert. Sie zog die Zuhörer mit wohlbekannter Filmmusik in ihren Bann. Die Schulband, die nach ihrem Auftritt bei „Dance on Kopfsteinpflaster“ bereits stadtbekannt ist, konnte mit ihren Coverversionen aktueller Popmusik noch einmal zeigen, was sie drauf hat und wenn man Rebekka Hirmer aus der Klasse 7d so hörte, die, begleitet von Christian Joos ein wunderschönes weiches und gefühlvolles Solo hinlegte, weiß man, dass die zukünftigen Solosängerinnen für die Schulband bereits in den Startlöchern stehen. Sofern ihnen dieser Job nicht von einer Lehrerin streitig gemacht wird. Kerstin Hochmuth bewies, zusammen mit Maximilian Bernt aus der Klasse 9d, dass auch sie durchaus Rockstarqualitäten hat. Auf alle Fälle ist die Schulband inzwischen auf der Suche nach einem Bandnamen, Vorschläge dafür konnten an diesen Abenden vom Publikum abgegeben werden.

 

Nach diesem umfassenden musikalischen und optischen Feuerwerk, das übrigens von Romina Päßler, Selina Pirner und Hanna Winter aus der Klasse 10e gekonnt und witzig moderiert wurde, konnten Rektor Eduard Hanauer und Musiklehrer Stephan Beierl, der sich überwältigt ob des großen Zuspruchs zeigte, nicht anders, als sich mit einem kräftigen „Wir sind der Meinung, das war – SPITZE“ bei allen Mitwirkenden und Verantwortlichen zu bedanken. Na denn, bis nächstes Jahr!